Fahrradbeleuchtung

Fahrradbeleuchtung
 

Die Straßenverkehrszulassungsordung (StVZO) schreibt für den Betrieb einer Fahrradlichtanlage immer noch 6 Volt Spannung und 3 Watt Leistung vor: 2,4 Watt entfallen auf den Scheinwerfer, 0,6 Watt auf das Rücklicht.
Diese technischen Einschränkungen machen es nicht leicht, daraus eine wirkungsvolle Beleuchtung zu erzeugen. Zu loben sind hier die Hersteller "Busch + Müller" (B + M) und "Schmidt Maschinenbau" (SON Nabendynamo), die innovative und leistungsfähige Lösungen anbieten.
Richtungsweisend sind die neuen Fahrradlampen mit IQ-Technologie von Busch + Müller. Mit neuen Leistungsdimensionen macht IQ-TEC das Fahrradfahren bei Dunkelheit entscheidend komfortabler und sicherer.


 Fahrradscheinwerfer:

Halogen-Scheinwerfer

Bei den bislang guten Fahrradscheinwerfern ist es gelungen durch Halogenbirnen und ausgeklügelten Spiegelreflektoren und Streuscheiben eine gute und gleichmäßig verteilte Ausleuchtung zu erzeugen. Ist zusätzlich ein Standlicht eingebaut, wird man auch beim Ampelstop gesehen. Dieses arbeitet ohne Akku oder Batterie, fährt man mit eingeschaltetem Dynamo, wird ein Kondensator aufgeladen. Bleibt man stehen, wird mit dem aufgeladenen Strom eine helle Leuchtdiode (LED) betrieben. Bei eingebautem Sensorschalter wird das Licht bei Nabendynamobetrieb automatisch bei Dunkelheit eingeschaltet. Gute Halogenscheinwerfer erreichen eine Lichtleistung von ca. 17 LUX.

 Fahrradscheinwerfer Halogen
 


LED-Scheinwerfer

Eine rasante Entwicklung gibt es jetzt mit der neuen LED-Technologie. Der große Vorteil ist die lange Lebensdauer von 100 000 Stunden gegenüber ca. 15 - 100 Stunden bei der Halogen-Glühlampe (nie mehr durchgebrannte Birnchen), die bessere Lichtleistung bei niedrigen Geschwindigkeiten und das breitere und gleichmäßigere Lichtfeld.
Standardmäßig kommen die Standard LED-Scheinwerfer an die Halogenscheinwerfer heran. Im Geschwindigkeitsbereich bis ca. 18-20 km/h ist der LED-Scheinwerfer heller als ein Halogenscheinwerfer. Bei höheren Geschwindigkeiten holt der Halogenscheinwerfer etwas auf und wird heller als der LED-Scheinwerfer.

 Fahrradscheinwerfer LED


Mehr als doppelt so hell ist die neue Generation von LED-Fahrradscheinwerfern mit IQ-Technologie.
Zusammen mit einem Nabendynamo und Diodenrücklicht ist es das Sorglos-Paket für die dunkle Jahreszeit.

 Nichts als Licht - IQ-TEC:

IQ-TEC ist ein revolutionär neues Lichtsystem von Busch + Müller, dem innovativen Hersteller für Fahrradbeleuchtung. IQ-TEC lässt Fahrradlampen um mindestens 300 % heller leuchten als von der StVZO gefordert. Das technische Kernstück der IQ-TEC ist ein radikal neu entwickelter Spezial-Reflektor mit integriertem Kühlsystem. Das Licht kommt von einer Hochleistungs-LED, die als indirekte Lichtquelle genutzt wird. Das Lichtfeld der neuen Scheinwerfer ist maximal homogen ausgeleuchtet und doppelt so breit wie bisher üblich.
Die dynamobetriebenen LED-Scheinwerfer LUMOTEC IQ Fly und IQ Cyo mit zusätzlicher Nahfeldausleuchtung erreichen bis zu 40 Lux, der LUMOTEC IQ Cyo in der Sportversion erreicht bis zu 60 Lux Lichtleistung.

Über 75 Lux Lichtleistung (bei 30 km/h) bietet der neue LED-Scheinwerfer EDELUX von Schmidt Maschinenbau, dem Hersteller des SON Nabendynmos. Der EDELUX nutzt die IQ-Technologie von Busch und Müller und erhöht durch gezieltes Tuning nochmal die Leistung.

 Fahrradscheinwerfer (für Dynamo) mit IQ-TEC

Der mit Akkus betriebene Fahrradscheinwerfer IXON IQ leuchtet fünf Stunden lang mit 40 Lux, der IXON IQ Speed sogar bis zu zehn Stunden mit 50 Lux.

 Akku-Fahrradscheinwerfer mit IQ-TEC


 Fahrraddynamos:

Entscheidend ist bei den Dynamos der Wirkungsgrad, d.h. wieviel der Energie, die nötig ist um den Dynamo anzutreiben, zur Stromerzeugung genutzt wird. Gefordert sind von den Zulassungsvorschriften mindestens 30%. Viele Dynamos erfüllen gerade diese Mindestanforderungen und die restlichen 70% der Antriebsenergie sind verschwendet, erzeugen nutzlose Reibungswärme und sorgen dafür, daß der Dynamo wegen des großen Laufwiderstandes nicht gerade gern eingeschaltet wird. Es gibt aber Fahrraddynamos die diese Werte weit überschreiten.

Seitendynano

Seitendynamo:
Der Dynamo wird angetrieben über eine Reibrolle, die an die Reifenflanke angedrückt wird. Systembedingt kann er bei Näße, Matsch und Schnee leicht durchrutschen. Dank guter Lagerung und elektrischer Regelung gibt es aber Seitenläufer mit hoher Zuverlässigkeit.

 Seitendynamo


Nabendynamo

Nabendynamo:
Die höchste Betriebssicherheit bieten Nabendynamos. Diese sind gekapselt in der Vorderradnabe eingebaut. Durch diese Bauweise sind sie witterungsunabhängig und können nicht durchrutschen. Durchgesetzt haben sich getriebelose Dynamos, d.h. sie laufen immer mit und werden elektrisch eingeschaltet. Sogar ein automatischer Betrieb durch Sensorschalter ist möglich. In Punkto Leichtlauf und Wirkungsgrad übertreffen sie alle anderen Fahrraddynamos.

 Nabendynamo


 Fahrradrücklichter:

Fahrradrücklicht

Durchgebrannte Glühbirnen sind out, ein gutes Rücklicht wird mit Leuchtdiodentechnik betrieben. Ein integriertes Kondensator-Standlicht ist wartungsfrei, funktioniert ohne Batterie oder Akku und sorgt für zusätzliche Sicherheit. Bei einer Befestigung am Gepäckträger (Toplight) ist die Rückleuchte besser vor Beschädigungen geschützt als bei einer Schutzblechbefestigung.

 Fahrradrücklichter


Die neue Rücklichttechnologie LineTec von Busch + Müller:

Ein Linsensystem fächert das Licht zweier LED zu einem durchgängigen, brillantroten Leuchtstreifen auf. Dadurch kann der nachfolgende Verkehr den Abstand zum Fahrradfahrer besser einschätzen als bei einem punktförmigen Lichtpunkt.

 Fahrradrücklicht mit LineTec


Zur Verkabelung der Lichtanlage sollten ausreichend dicke und zweiadrige Kabel mit Steckkontakten verwendet werden. Hierbei entfällt die Rückleitung des Stroms über den Fahrradrahmen. Hohe Übergangswiderstände durch schlechte Kontakte werden vermieden.
 

Grundsätzlich geregelt wird die Beleuchtung am Fahrrad durch die StVZO. Danach müssen alle Fahrräder mit einer fest installierten und funktionsfähigen dynamobetriebenen Lichtanlage ausgestattet sein. Einzige Ausnahme sind bislang Rennräder mit einem Gewicht bis 11 kg und nach einer geplanten Änderung der StVZO auch Mountainbikes bis 13 kg. Bei diesen dürfen batteriebetriebene Scheinwerfer und Schlußleuchten verwendet werden. Diese müssen funktionsfähig sein und (auch am Tage) mitgeführt werden.
 


 Batteriebeleuchtung:

Batterieleuchten müssen zum Betrieb am Fahrrad eine Zulassung vom Kraftfahrtbundesamt besitzen. Vorgeschrieben ist eine Batteriekontrollanzeige, eine Blinkfunktion beim Rücklicht ist nicht erlaubt. Beim Batteriescheinwerfer ist ein Betrieb mit Akkus sinnvoll, da der Stromverbrauch relativ hoch ist. Die Rückleuchten sind mit Leuchtdioden ausgestattet, der Stromverbrauch daher sehr gering (Brenndauer über 40 Stunden). Es gibt komplette Beleuchtungssets mit Akkus, Batterien und Ladegerät. Die Komponenten sind aber auch einzeln erhältlich.
Mittlerweile gibt es auch viele Batterielampen mit LED-Technologie. Vorteil ist der geringe Stromverbrauch und damit die lange Brenndauer der Batterien oder Akkus. So beträgt die Brenndauer von Leuchten mit Halogenbirnen je nach Akkukapazität ca. 2-3 Stunden. Die neuen LED-Frontleuchten liefern bis über 10 Std. helles Licht.

 Batteriebeleuchtung


 Links:

Weitere Informationen und technische Tipps finden Sie auch auf den Internetseiten der Hersteller von Fahrradbeleuchtung:

 Links Fahrradbeleuchtung
 


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18.1.2010  © Rolf Reus, Fahrradladen Berens und Reus GmbH, 55116 Mainz